Umbrien

Umbrien, oft als das „grüne Herz Italiens“ bezeichnet, ist eine traditionsreiche Weinregion in Mittelitalien und grenzt direkt an die Toskana. Der Weinbau hat in dieser Gegend eine mehr als 3000-jährige Geschichte: Schon die Etrusker und Umbrier kultivierten hier Reben und prägten die Grundlagen der heutigen Weinlandschaft.

Trotz ihrer Bekanntheit für Weißweine sind rund 60 Prozent der Rebflächen Umbriens mit roten Rebsorten bestockt - ein Hinweis auf die klimatischen und geologischen Bedingungen, die denjenigen der Toskana sehr ähnlich sind und ideale Voraussetzungen für ausdrucksstarke Rotweine schaffen.


Der bekannteste Weißwein Umbriens ist der Orvieto, der aus den Hügeln rund um die gleichnamige Stadt stammt. Er wird zumeist aus Grechetto und Trebbiano Toscano erzeugt und präsentiert sich als frischer, harmonischer Wein, der in Varianten von trocken bis lieblich vorkommt. Als süffiger Alltagswein hat er sich überregional einen festen Platz erarbeitet - auch in Orten wie Montefiascone, das ebenfalls für traditionsreiche Weine bekannt ist.


Im Bereich der Rotweine sticht vor allem der Montefalco Rosso hervor, benannt nach der mittelalterlichen Kleinstadt Montefalco. Er basiert in erster Linie auf Sangiovese, wird aber je nach Winzer mit Rebsorten wie Sagrantino, Merlot oder Barbera ergänzt. Sein Profil reicht von fruchtig und würzig bis hin zu strukturiert und langlebig. Umbrien vereint historische Weintradition mit moderner Qualität und schafft so eine abwechslungsreiche Palette an Weinen.