Ein Weinberg ist ein speziell für den Weinbau angelegtes Anbaugebiet, auf dem Reben kultiviert werden, um Trauben für die Weinherstellung zu erzeugen. Die Qualität und der Charakter eines Weins hängen in hohem Maße vom Weinberg ab, da Faktoren wie Lage, Bodenbeschaffenheit, Klima und Sonneneinstrahlung direkten Einfluss auf Wachstum, Reife und Aroma haben.
Die Lage eines Weinbergs wird in der Weinwelt als „Terroir“ bezeichnet und umfasst die Kombination von Bodenart, Relief, Mikroklima und Sonneneinstrahlung. Steilere Lagen sind häufig besonders geschätzt, da sie eine gute Durchlüftung und Sonneneinstrahlung bieten und oft weniger Frostschäden auftreten. Böden mit unterschiedlicher Zusammensetzung, wie Kalk, Lehm, Schiefer oder Sand, beeinflussen Mineralität, Säuregehalt und Struktur der Trauben.
Weinberge erfordern intensive Pflege, einschließlich Rebschnitt, Laubarbeit, Entblättern und Pflanzenschutzmaßnahmen. Moderne Weinberge sind oft nach bestimmten in klar strukturierten Rebzeilen angelegt, wobei die Reihenabstände und Pflanzdichten gezielt auf die Qualität und Ertragssteuerung abgestimmt werden. Historisch haben Weinberge eine große kulturelle Bedeutung, insbesondere in Europa, und prägen oft das Landschaftsbild ganzer Regionen.
In Deutschland sind Weinberge zum Beispiel entlang von Flusstälern wie dem Rhein, der Mosel oder dem Main zu finden, während sie in Frankreich anerkannte Regionen wie Bordeaux, Burgund oder die Champagne dominieren. Ein gut gepflegter Weinberg ist die Grundlage für hochwertige Weine, denn hier beginnt der entscheidende erste Schritt im Weinherstellungsprozess: die Reifung und Qualitätsentwicklung der Trauben. Deshalb investieren Winzer viel Zeit und Erfahrung in die Auswahl des Standorts, die Pflege der Reben und die Ertragssteuerung.