Weißwein ist eine der bekanntesten Weinarten. Er wird traditionell aus hellen Trauben gewonnen, deren Fruchtfleisch ebenfalls hell gefärbt ist. In Deutschland zählen Rebsorten wie Riesling, Müller-Thurgau, Grauburgunder oder Silvaner zu den häufigsten Grundweinen.
Dabei ist es nicht zwingend erforderlich, dass die Trauben tatsächlich grün oder gelblich sind: Auch aus roten oder blauen Weintrauben kann Weißwein erzeugt werden, solange der Kontakt des Mosts mit den farbgebenden Schalen minimiert wird, wodurch der Wein seine helle Farbe behält.
Die Herstellung von Weißwein umfasst das Pressen der Weintrauben, das Abtrennen der Schalen und die anschließende Gärung des Mosts. Durch diese Methode entstehen Weine mit frischen, leichten und fruchtigen Aromen. Weißweine zeichnen sich in der Regel durch eine höhere Säure, eine helle Farbe und einen leichteren Körper im Vergleich zu Rotweinen aus.
Je nach Rebsorte, Ausbau und Lagerung können sie von trocken über halbtrocken bis lieblich variieren und vielfältige Aromen von Zitrusfrüchten, grünen Äpfeln, Pfirsichen bis hin zu blumigen Noten entwickeln.
In besonderen Jahrgängen kann Edelfäule die Trauben zusätzlich konzentrieren und das Mostgewicht erheblich steigern, was zu edelsüßen Weißweinen führt. In vielen Weinbauregionen, wie etwa Rheingau, Pfalz, Baden oder in der Wachau in Österreich, spielen Weißweine eine zentrale Rolle für die regionale Weinwirtschaft.